• Klinik

Gastrinom (Zollinger-Ellison-Syndrom)

Abstract

Gastrinome (Zollinger-Ellison-Syndrom) gehören zu den neuroendokrinen Tumoren des Gastrointestinaltrakts und sind durch die Produktion von Gastrin gekennzeichnet. Die Tumoren können maligne (etwa 60-70%) oder benigne sein und treten überwiegend sporadisch auf, kommen jedoch auch im Rahmen eines MEN 1-Syndroms vor. In der Regel sind sie im Pankreas lokalisiert, seltener auch im Magen oder Duodenum. Durch den erhöhten Gastrinspiegel kommt es typischerweise zu Diarrhöen sowie zur stark vermehrten Säureproduktion des Magens und damit zur Ausbildung rezidivierender therapieresistenter Ulzerationen in Magen und Duodenum. Der kurative Therapieansatz besteht in der chirurgischen Resektion des Tumors; zur symptomatischen Therapie erfolgt die medikamentöse Blockade der Säureproduktion (mittels PPIs).

Definition

Ätiologie

Pathophysiologie

Sekretion von Gastrin (neuroendokriner Tumor) → Chronische Hypergastrinämie → Magensäurehypersekretion → Peptische Ulzera in Magen, Duodenum und Jejunum

Symptome/Klinik

Diagnostik

  • Gastrinwert deutlich erhöht
    • Basale Gastrinspiegel im Serum erhöht
    • Provokation mit Sekretingabe führt zu einem Gastrinanstieg um >100%
  • Endoskopie (ÖGD)
  • Bildgebung: Sonographie/CT/MRT zur Tumorsuche/Staging

Therapie

In der Hälfte der Fälle ist das Gastrinom zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bereits metastasiert!

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2018

  • E16.-: Sonstige Störungen der inneren Sekretion des Pankreas
    • E16.4: Abnorme Gastrinsekretion
      • Hypergastrinämie
      • Zollinger-Ellison-Syndrom

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2018, DIMDI.